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  [>] Archäologie Museum Städtebau
  [>] "Kolumba-Backstein" und "Filtermauerwerk"
  Intimität und Repräsentation
Intimität, so Zumthor, hat Bedeutung für "das ganze Museum Kolumba", denn geplant ist "keine Kunsthalle mit unverwüstlichen Räumen und Wänden" wie in Bregenz, sondern ein Ort der Zurückgezogenheit und des lebendigen Dialogs, wo jedes Exponat seinen ihm angemessenen Platz findet.

Subtiles Raumangebot für die Kunst
Über dem Grabungsfeld, das als charakteristische archäologische Zone dem Außenklima ausgesetzt bleibt, wird das Herzstück des neuen Museums liegen. Ähnlich wie bei den Schutzbauten in Chur wird das Feld über Stege begehbar sein. Hohe, filigrane Stützen sollen in den existierenden Pfeilern der Pfarrkirche ankern. Zumthor spannt eine 12m hohe Halle darüber. Zwei Ausstellungsebenen über der Halle bieten ein differenziertes Angebot klar gegliederter Kabinette, ohne exakte Raumfolgen zu definieren. Verwaltungs- und Restaurierungsbereiche sind geschossweise zugeordnet.

Insgesamt 16 Ausstellungsräume versprechen unterschiedliche Raumerfahrungen. Mit deren Größe zwischen 30 und 250qm variiert auch die Deckenhöhe. Große Wand- und Deckenöffnungen lassen Licht und Schatten über Wände wandern. An vielen Stellen öffnet sich das Museum nicht im Fassadenraster sondern dort, wo im Innenraum Licht gebraucht wird. Raumhohe Kastenfenster, die vor die Außenhaut treten, erzeugen unterschiedliche Lichtsituationen. Oberlichter ergänzen in der zweiten Etage den Tageslichteinfall. So wird das Tageslicht ein entscheidendes gestalterisches Element sein, das in den Räumen je nach Sonnenstand für individuelle Stimmungen sorgt. Licht und Architektur schaffen spezifische Plätze und reagieren auf die Kunst.

Ein Glücksfall der besonderen Art ist die nahezu symbiotisch wirkende Verbindung zwischen Architekt und Bauherr. Denn die Auseinandersetzungen mit dem Ort St. Kolumba und dem Bauherrn sind wohl maßgeblich für das Konzept verantwortlich. Jedes Detail, jede Form scheint in sich begründet und aus der lokalen Form abgeleitet zu sein.

Barbara Schlei
Juli 2002

fotomodell:atelier_zumthor2001.3
Blick in das Foyer und Durchblick zur Kolumba-Kapelle.
Foto: nach Fotomodell; Atelier Zumthor 2001


fotomodell:atelier_zumthor2001.4
Ausstellungsebene
Foto: nach Fotomodell; Atelier Zumthor 2001


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