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25.03.2009
Vom 30. März bis zum 03. April 2009 ist die erste Ausgabe der studentischen Zeitschrift der Kölner Architekturfakultät "Zeilenbau" im Foyer des Altbaus erhältlich!

"In der ersten Zeilenbau-Ausgabe 'Experten verstehen' richten wir unseren Blick nach draußen. Wir fragen, was passiert, wenn Architektur bei ihrem Bewohner ankommt. Wir schauen raus in die Stadt – aber auch raus aus internen Fachdebatten. Wir fragen uns, was geschieht, wenn gebaute Architektur auf die 'anderen' trifft, die nichts mit Architektur zu tun haben - außer dass sie sie nutzen und sich tagein tagaus mit ihr umgeben. Und doch nicht wahrnehmen? Ist Stadt zu allgegenwärtig, um sie zu thematisieren? Lässt sich Stadtwahrnehmung in die Ausbildung integrieren, so dass das Wort 'Platz' eine weitere Assoziation zulässt als die des leeren Stuhls neben mir?
Bei einem Gespräch zwischen Fachmann und Fachfremden steigt die Anforderung an die Sprache enorm. Nun muss sie den Graben überbrücken, der durch die unterschiedlichen Perspektiven der Gesprächspartner entsteht. Das ist kein Problem der Architektur allein, was seine Konsequenzen für den Dialog zwischen Planern und Laien nicht mildert. Wenn es um die Gestaltung der eigenen Lebensräume geht, möchte der Bauherr mitreden. Jeder wohnt, und das nicht erst seit kurzem, kann auf eigene Erfahrung zurückgreifen und hat individuelle Vorstellungen zu den eigenen vier Wänden entwickelt. Die Funktion der professionellen Beratung durch den Architekten wird heute häufig in Frage gestellt. Eine selbstverschuldete Entwicklung? Denn auch das fachlich beste Argument kann – zu falscher Zeit an falscher Stelle eingesetzt – mehr schaden als nutzen. Jetzt werden 'soft skills' wie Einfühlungsvermögen benötigt, aber auch solch weiche Eigenschaften helfen nicht weiter, wenn es an Inhalten mangelt, die vermittelt werden wollen. Doch vorausgesetzt, es existieren Inhalte und der Fachmann sieht in seinem Gegenüber nicht den Laien, sondern den Experten im anderen Fach: Kann man sich die Chance entgehen lassen, die eigene Position an jener des Gegenübers zu schärfen und die Qualität gemeinsamer Arbeit durch unterschiedliche, qualifizierte Perspektiven zu steigern?
Wir glauben nein.
Und wünschen allen viel Spaß bei der Zeilenbau-Lektüre."

(Auszug aus dem Vorwort von Stephanie Ludwig)


> www.zeilenbau.eu

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