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01.05.2008
„Studieren oder nur Abhaken?“ - diese Frage wurde von der A:JUGEND bereits vor einigen Monaten aufgeworfen und thematisiert. Zweifelsohne spielt hierbei die persönliche Einstellung der Studierenden eine ausschlaggebende Rolle. Dennoch kann sicherlich behauptet werden, dass die eigene Motivation auch maßgeblich von den Lehrenden und deren Arbeit für und mit den Studierenden beeinflusst wird.

Einer der Lehrenden, dem dies durch seine Art als Lehrender und auch als Person gelingt, ist Professor Norbert Schöndeling des Instituts für Baugeschichte und Denkmalpflege. Bereits seit 1986 an der Fakultät für Architektur der FH Köln tätig, betreut er seit 2003 als Professor für Denkmalpflege, Bauen im Bestand und Dokumentation überwiegend Studierende höherer Semester in verschiedenen Kursen.

Alles andere als „trockener Stoff“

Schon nach der ersten Vorlesung des im Diplomstudiengang angebotenen Kurses Einführung in die Baudenkmalpflege wird deutlich: ein Fach mit Motivation.
Die Vermittlung des Stoffes ist vom ersten Moment an alles andere als trocken. Das Tempo ist zügig, für ein Abschweifen der Gedanken bleibt keine Zeit, allerdings besteht dafür auch keine Notwendigkeit. Denn gewürzt mit zahlreichen Anekdoten und verfeinert mit viel Humor wird die Vermittlung des Lehrstoffes geradezu unterhaltsam begleitet. So entlocken die präzise vorgetragenen und inhaltlich interessanten Vorlesungen den Studierenden auch gerne mal ein Schmunzeln oder gar ein amüsiertes Lachen. Und am Ende sind, wie im Fluge, kaum merklich 90 Minuten vergangen. Um viel Wissenswertes zu Themen der Baudenkmalpflege reicher, hätte man durchaus gerne noch länger gelauscht.

Aber nicht nur die inhaltliche und rhetorische Qualität der Vorlesung zeichnet diesen Kurs aus. Auch die Bereitstellung des jeweiligen aktuellen Skriptmaterials auf der Ilias-Plattform, für jeden Studierenden zum Herunterladen verfügbar, unterstützt das Verfolgen und Aufnehmen des Gesagten. Es bringt auch eine Erleichterung mit sich, bei der Vorbereitung auf die abschließende Prüfung und deren Inhalte.
Im Wahlpflichtkatalog ein Kurs von vielen, doch in seiner Gesamtheit durch Struktur und Transfer ein Kurs, der überzeugt.

Im offenen Dialog gemeinsam zum Ziel

Was sich bereits in den Vorlesungen ablesen lässt, zeigt sich auch in den Veranstaltungen, die Professor Schöndeling darüber hinaus anbietet, wie Projektkurse und Entwürfe. Der Eindruck bestätigt sich während des Projektsemesters, in dem das Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege eine alte Blockhütte im Bergischen Land thematisiert, welche zukünftig als Gästehaus für die Fachhochschule Köln fungieren soll und somit umgestaltet und saniert werden muss.

Die Kursstruktur zeichnet sich durch einen gegliederten Zeitplan aus, der wöchentliche Korrekturen und drei Testate beinhaltet. Die Gruppe von fünfzehn bis zwanzig Studierenden erhält in den Professoren Schöndeling und Kuhn, sowie Dipl. Ing. Martina Rentrop-Yen und Dr. Thomas Werner, Unterstützung von insgesamt gleich vier Dozenten. Jeden Mittwoch finden Präsentationen der Zwischenstände statt, offene Fragen werden gemeinsam diskutiert, so dass sich ein Dialog zwischen Lehrenden und Studierenden ergibt.
Es erübrigt sich, Scheu davor zu haben, Fragen zu stellen, denn mit der sympathischen, fröhlichen und netten Art motiviert Professor Schöndeling Andere, das Gespräch konstruktiver Natur zu suchen und lässt sich gerne darauf ein. Man kann nur die Empfehlung aussprechen, sich in einen seiner Kurse einzuschreiben, denn er versteht es, seine Studenten zu leiten, zu motivieren und gemeinsam das Ziel zu erreichen. Somit lautet das Fazit: Studieren statt Abhaken.



Kathrin Seifert und Katja Stamm
A_Jugend_denkmal
[+] Einführung in die Baudenkmalpflege.

A_Jugend_denkmal2
[+] Das Projekt - eine Blockhütte als Gästehaus der FH Köln.

A_Jugend_denkmal3
[+] Ein Kurs mit Substanz, die Altes und Neues verbindet.

 

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