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04.08.2010
Neu im Architekturführer:
Das Projekt "Dominium"

Im Dominium an der Kölner Nord-Süd-Fahrt kulminieren all die Reize, die den Kosmos Stadt ausmachen. Es ist ein Gebäude voller Widersprüche, wurde sein Äußeres doch vom renommierten Berliner Architekt Hans Kollhoff unter völlig anderen Parametern entwickelt, als jene, die für den Innenausbau durch das Kölner Büro Gatermann + Schossig ausschlaggebend waren.

An der Ecke Komödienstraße und Tunisstraße wurde der bestehende Nachkriegsbau bis auf die neogotische Fassade des Architekten August Lange abgebrochen, am entgegen gesetzten nördlichen Ende des Areals Unter Sachsenhausen der Bau der ehemaligen Commerzbank – ebenfalls ein Baudenkmal – erhalten. Beide wurden in die Bebauung, die gewachsene städtische Kleinteiligkeit suggeriert, integriert und prägen als formgebende Elemente den Entwurf maßgeblich.

Stadtbaulich ist das Kölner Dominium ein gutes Stück Architektur. Es nimmt weitgehend die umliegende Trauf- und Giebelkanten auf fügt sich in der Materialität in den Ort ein und verzichtet auf die große Geste. Formalarchitektonisch ist die konservative Architektur mit den Werksteinfassaden, Gesimsen, Rundbögenfenstern und Gauben jedoch ein Streitfall.


Architekturführer "Dominium"
dk dominium jw 004
[+] Blick auf die Fassade zur Tunisstraße. Nach Norden sieben Stockwerke, nach Süden an der Komödienstraße zehn. Der Bau suggeriert nach Außen aus mindestens vier verschiedenen Teilen zu bestehen, obschon das Innere aus einem Guss ist.

Fotograf: Jens Willebrand

 

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