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01.09.2005
Städtebauliche Perspektiven für Deutz
Offener Brief des BDA

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 25.08. soll der Rat über das weitere Vorgehen in der Auseinandersetzung mit der Unesco beschließen. Wir haben den Endruck, dass in der Diskussion zur weiteren städtebaulichen Entwicklung im Bereich Ottoplatz, ICE Bahnhof Deutz, Messeplatz in immer stärkerem Maß Verfahrens- und Rechtspositionen die entscheidende Rolle spielen. Eine solche Diskussion muss in die Sackgasse führen, weil jede Seite, ob Stadt oder Unesco, dabei Gefahr läuft, das Gesicht zu verlieren. Gleichzeitig geraten veränderte Rahmenbedingungen, die unter Umständen bisherigen Positionen den Boden entziehen und eine Neubewertung der Planung im Hinblick auf eine für alle akzeptable Kompromisslösung ermöglichen, aus dem Blickfeld.
Bei einer ähnlich komplexen Problemlage greift man in anderen Städten zunehmend auf moderierte Verfahren zurück, die gegenüber Wettbewerbsverfahren den Vorteil haben, den Interessensausgleich im Planungsverfahren aktiv betreiben zu können.

Wir sind der Meinung, auch die Stadt Köln sollte in diesem Fall mit allen Beteiligten - Stadt (incl. Gestaltungsbeirat), Unesco, Messe, Investor/ Nutzer (Lufthansa) unter der Moderation eines erfahrenen auswärtigen Stadtplaners einen „Planungstisch“ z.B. nach Züricher Vorbild einrichten, der eine Lösung erarbeitet, die von allen gemeinsam getragen werden kann.

Wir sind überzeugt, dass es möglich ist, auf diesem Weg zu einem Konsens zu kommen und bitten Rat und Verwaltung dringend, allen populären Durchhalteparolen, die dem Ansehen der Stadt nur weiteren Schaden zufügen können, eine Absage zu erteilen und sich einem solchen konstruktiven Verfahrensvorschlag zu öffnen.

Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand des BDA Köln
Christian Schaller (Vorsitzender)

BDA Köln
kraehne
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Kommentare
Re: Moderierte Planung statt Konfrontationspolitik
Eine sehr gute Idee. Moderierte Verfahren sind in anderen Ländern auch für größere städtebauliche Planungen üblich. Vorteil auch da ist, daß unmittelbare Beteiligung stattfinden kann und Prozesse viel schneller abgeschlossen werden.
Ein Kommentar von Michael Krumbe (22.09.2005)
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