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St. Konrad, Marl
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  Raum im Raum Konzept für das Totengedenken
  [>] Trauer und Wirtschaftlichkeit
  [>] Strukturwandel in der Zechensiedlung
kirchen kolumb innen3
[+] Blick durch die Mittelachse auf den Altar.
Foto: Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel


Ein stiller und meditativer Raum ist die ehemalige Kirche St. Konrad in Marl, ein dunkler Steinboden und rote Backsteinmauern schlucken fast das ganze Licht. Erst wenn die Sonne durch das farbige Fensterband scheint, spielen die roten und blauen Lichtstrahlen auf den dunkelgrauen Natursteinplatten der neuen Einbauten.

In den Einbauten aus Basaltstein, wie er bereits im Boden und im Altarbereich vorhanden war, befinden sich 300 Grabkammern. Die Kirche St. Konrad in Marl, 1956 nach einem Entwurf von Emil Steffann errichtet, wurde zum Kolumbarium, einer Urnenbegräbnisstätte, umgebaut. Wie ein ergänzendes Möbel fügen sich die zwei zueinander gestellten U-förmigen Elemente als monolithischer Block in das Gesamtbild des Kircheninneren ein. Sie umschließen einen eigenen Raum der Besinnung im hinteren Teil des großen Kirchenraums. Ein Raumkonzept, mit der Cella als Heiligstem des Raumes, das sich schon in antiken Tempeln findet. Und ein Konzept, dass den Raum tatsächlich erlebbar macht: St. Konrad ist – im Gegensatz zu vielen Kirchen, die noch als solche genutzt werden – tagsüber geöffnet, um Trauernden freien Zugang für das Totengedenken zu gewähren.

Objekt-Daten
Typ Kirchliche Bauten
Eigentümer kath. Kirchengemeinde St. Franziskus
Str. Tannenstr. 3
Stadt 45772 Marl
Baujahr 1957
Bauherr Katholische Kirche
Architekt Emil Steffann
Umbau 2006
Bauherr kath. Kirchengemeinde St. Franziskus
Architekt Architekturbüro Pfeiffer - Ellermann - Preckel
Besichtigung auf Anfrage
Telefon 02365 / 4 24 65

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kirchen kolumb oben1
[+] Die einander zugewandten U-förmigen Elemente.
Foto: Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel


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