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St. Konrad, Marl |
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![]() [+] Blick durch die Mittelachse auf den Altar. Foto: Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel Ein stiller und meditativer Raum ist die ehemalige Kirche St. Konrad in Marl, ein dunkler Steinboden und rote Backsteinmauern schlucken fast das ganze Licht. Erst wenn die Sonne durch das farbige Fensterband scheint, spielen die roten und blauen Lichtstrahlen auf den dunkelgrauen Natursteinplatten der neuen Einbauten. In den Einbauten aus Basaltstein, wie er bereits im Boden und im Altarbereich vorhanden war, befinden sich 300 Grabkammern. Die Kirche St. Konrad in Marl, 1956 nach einem Entwurf von Emil Steffann errichtet, wurde zum Kolumbarium, einer Urnenbegräbnisstätte, umgebaut. Wie ein ergänzendes Möbel fügen sich die zwei zueinander gestellten U-förmigen Elemente als monolithischer Block in das Gesamtbild des Kircheninneren ein. Sie umschließen einen eigenen Raum der Besinnung im hinteren Teil des großen Kirchenraums. Ein Raumkonzept, mit der Cella als Heiligstem des Raumes, das sich schon in antiken Tempeln findet. Und ein Konzept, dass den Raum tatsächlich erlebbar macht: St. Konrad ist – im Gegensatz zu vielen Kirchen, die noch als solche genutzt werden – tagsüber geöffnet, um Trauernden freien Zugang für das Totengedenken zu gewähren. |
![]() [+] Die einander zugewandten U-förmigen Elemente. Foto: Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel [>] Weiter |
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